Kampf der Welten

ADOLF SÜDKNECHT

Ein Theaterstück nach dem Roman »Krieg der Welten«

Ein ganzes Jahrhundert der Zerstörung:

Wie nah sind uns Ideologien und Rhetorik von vor hundertzwanzig Jahren?
Das, was bis vor kurzem nur am Stammtisch und hinter vorgehaltener Hand geflüstert wurde, darf jetzt frei und ungehemmt verbreitet werden – Hetze, Lüge, Abscheu, Verleumdung, Menschenhass.

Rassismus, Fundamentalismus und Fanatismus als Bedrohung der Demokratie ist kein kurzzeitig aufbrechendes Übel, sondern in Deutschland historisch tief verwurzelt.

Das Theater ADOLF SÜDKNECHT möchte Aktualität und Übereinstimmung unterhaltsamer Fiktion im Vergleich zu brachialer Realität aufzeigen und dabei persönliche Schicksale vom Krieg betroffener Menschen beleuchten.

Inhaltlich vermischen sich Passagen aus H. G. Wells Roman „Der Krieg der Welten“, Zeitzeugenberichte und Kriegspropaganda aus dem 1. und 2. Weltkrieg, heutige fremdenfeindliche Rhetorik u. a. aus sozialen Medien und fiktive Texte der Familie Südknecht verwoben in einem von der Titelfigur Adolf Südknecht erdachten Traum. Live- und Sampler-Klangcollagen sowie Lieder werden als akustische Grundlage die Atmosphäre bilden. .

Formal lehnt sich das Stück an Orson Welles Hörspiel an. Die Zuschauer sehen und hören ausschließlich, abwechselnd mit dem Auf- und Abblenden des Lichts, eines oder mehrere der vier angestrahlten Gesichter. Beziehungen und Geschichten werden hörspielähnlich vermittelt. Die Akustik wird durch eine Klangebene, auf der nur die Hände sichtbar sind, bereichert.

Das Theater ADOLF SÜDKNECHT schlägt damit einen zeitlichen Bogen über zwölf Dekaden und stellt menschenverachtende Gemeinsamkeiten heraus. Hundertzwanzig Jahre Ressentiments, Unbelehrbarkeit, Stillstand. Dagegen gesetzt das menschliche Schicksal Einzelner und der Familie Südknecht.

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ADOLF SÜDKNECHT – KAMPF DER WELTEN! wird gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und die LEIPZIGSTIFTUNG.

Besetzung

Adolf Südknecht, u.a. – Armin Zarbock
Anton Südknecht, Friedrich Krause u.a. – August Geyler
Ariane, u.a. – Elena Lorenzon
Radiosprecher, Erzähler, u.a. – Claudius Bruns

Musik

Musik – Claudius Bruns
Gesang – Elena Lorenzon

Stab

Assistenz – Falko Köpp
Tonmeister, Licht – Robert Amarell
Kulisse – Alexander Wachsmuth

Nächste Vorstellungen

  • Derzeit stehen keine Vorstellungen bevor.


Tickets

  • 15,- EUR – AK Normal
  • 10,- EUR – AK Ermäßigt
  • 14,50 EUR – VVK

Reservierungen
sind auf der Adolf-Südknecht-Seite möglich.
Online-Vorverkauf gibt es bei Culton.

Rezension

Leipziger Volkszeitung

„Immer wieder gelingt ein brillantes und mahnendes Verwirrspiel um dem Kontext entrissene Zitate, um die ewig gleiche Rhetorik, die Persistenz von rassistischem Gedankengut und das begierige Schnappen der Massen nach dem Populismus-Wurm an der Angel der Menschenfischer… Das überzeugt als Grundkonzept in diesem „Hör- und Gesichtstheater“… Geschickt gesetzte Abwechslung von Dialog, Lied, Brief, Propaganda-Rede, Predigt-Duktus… Das spielerische Timing funktioniert beachtlich angesichts des schwierigen Arrangements, das den Schauspielern untereinander keinen Blickkontakt erlaubt. Im Mai steht die nächste Aufführung des formal spannenden Theaterprojekts an, das die unheimliche Rhetorik der Gegenwart eindrücklich mit deutscher Geschichte koppelt.“

Trailer

folgt

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